Perle Systems - Technische Informationen
Modbus-Gateway-Support
IOLAN DS, TS, SDS, STS und SCS Device Servern
Überblick über Modbus
Modbus ist ein älteres serielles Protokoll, das in der industriellen
Automatisierung für Systeme wie SCADA, HMI, OPC-Server, PLC und RTU
eingesetzt wird.
Es gibt zwei Modbus-Formate:
- Modbus ASCII (jedes Datenbyte wird in zwei ASCII-Zeichen umgewandelt)
- Modbus RTU (8-Bit-Daten, wie Raw-Mode)
Das Modbus-Protokoll umfasst die Gerät-/Host-Adressierung und ermöglicht
die Kommunikation zwischen mehreren Einheiten auf derselben seriellen Leitung
(d. h. RS485). Die Kommunikation erfolgt über Polling, d. h. der Modbus-Master
sendet eine Anforderung an den Slave und empfängt dann die Antwort.
In der Automatisierungsbranche wurde dann das Modbus/TCP-Protokoll geschaffen,
das den direkten Anschluss von Geräten über das Internet ermöglicht.
Geräte, die Modbus/TCP unterstützen, können dadurch in Standard-Ethernet-Netzwerken
eingesetzt werden, und es sind flexiblere Verbindungen über größere
Entfernungen möglich.
Bei teuren älteren Geräten, die nur serielle Modbus-Verbindungen
nutzen können, ist eventuell eine Anbindung über Ethernet an Modbus/TCP/UDP-kompatible
Geräte/Hosts erforderlich. Die IOLAN
Device Server von Perle bieten
umfassende Unterstützung für den Anschluss serieller Modbus-Geräte
an Modbus/TCP-Geräte über die Modbus-Gateway-Funktion.
Funktionen des IOLAN-Modbus-Gateways
- IOLAN Server können entweder als Modbus-Master-Gateway
oder Modbus-Slave-Gateway eingesetzt werden, was auf Schnittstellen-Ebene
festgelegt wird.
- Die Modbus-Gateway-Funktion ermöglicht die Verwendung
von TCP oder UDP.
- Unterstützung der Protokolltypen Modbus RTU und
Modbus ASCII
- Beim Einsatz als Master-Gateway können über
jede serielle Schnittstelle, die als Master-Gateway konfiguriert ist,
bis zu 248 UID adressiert werden.
- Beispiel: Bei zwei als Master-Gateway konfigurierten
Schnittstellen sind bis zu 2 x 248 = 496 adressierbare Slaves im IP-Netzwerk
möglich.
- Bei Slave-Gateways können bis zu 248 UID pro Gerät
im IP-Netzwerk adressiert werden.


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