|
Perle Systems - Fallstudien
Das Unterwasser Observatorium
der Viktoria Universität
verwendet Perle Technologie, um in Echtzeit
Daten an
die Oberfläche zu senden
Seit Februar 2006 gibt es das einzigartige VENUS Projekt (Viktoria
experimental Network under the sea) der Viktoria Universität.
Es geht darum, existierende Netzwerk Technik zu verwenden, um in
einem untypischen Klima Informationen und Datenströme von den
ozeanographischen Instrumenten, die auf dem Meeresboden angebracht
sind, an die Oberfläche zu übertragen.
Das
VENUS Projekt enthält über 50 Instrumente, die verschiedene
Methoden und Verfahren benutzen, um Daten zu sammeln. Die Instrumente
und Geräte sind an sogenannten Scientific Instrument Interface
Modules (SIIMs) angeschlossen, welche mit Knotenpunkten verbunden sind.
An diesen Knotenpunkten werden die Datenströme von mehreren SIIMs
kombiniert und über ein Faser Optisches Kabel an die Station am
Meeresufer übertragen. Die Knotenpunkte überwachen und steuern
die Kommunikation Dienstleistungen der SIIMs. Mindestens ein SIIMs
ist an jeder VENUS Plattform installiert. Die VENUS Plattform ist eine
galvanisierte Stahlkonstruktion, die am Meeresboden geankert ist, und
in der verschiedene elektronische Geräte untergebracht sind.
Dank der Technologie von Perle ist es Marinebiologen,
Sedimentgeologen, Studenten, sowie der Öffentlichkeit nun möglich,
die Daten der vielen auf seriell basierenden Instrumenten, in Echtzeit, über
Faser Optik Kabel zu übertragen, analysieren und zu verwenden.
Die Installation des Observatorium, welches am Meeresboden
in der Saarischen Bucht, neben Vancouver Island, Kanada ist, war besonders
kompliziert, da die Instrumente und Geräte in der Lage sein müssen,
der Härte eines Unterwasserklimas standzuhalten. Laut Adrian Round,
VENUS Projektleiter, war eines der Hauptherausforderungen, einen Weg
zu finden, die Geräte, welche Energie, Sauerstoff, Gasspannung
und andere Parameter messen, IP fähig zu machen. Hierbei können
die gesammelten Daten der Geräte über IP an die Oberfläche übertragen
werden. Round meint, “diese Geräte waren nie für eine
Kabel- und Netzwerk Konfiguration bestimmt. Die meisten dieser Instrumente
verfügen über serielle Schnittstellen, über die sie
per RS232/422/485 Protokolle kommunizieren. Wir dachten nicht, daß es
möglich wäre, diese Ethernet netzwerkfähig zu machen.”
Für
die effektive Kommunikation musste das Team ein Modul ausfindig machen,
das an die Geräte angeschlossen ist, und die seriellen Daten zu
Ethernet “übersetzt”. Außerdem wollte das Team
die Geräte aus der Ferne steuern und konfigurieren! Die Lösung
kam mit der Technologie von Perle – IOLAN Device Server – eine
kompakte Produktreihe, die seriell zu Ethernet Kommunikation ermöglicht.
Round und sein Team entschieden sich letztendlich für
Perle, da Perle der einzige Anbieter war, die Ihre 4 wichtigsten Kriterien
erfüllten: Kleiner Formfaktor, zuverlässiger Datentransfer
(Perle stellte als einziger MTBF Daten zur Verfügung), Support
und software auswählbare RS232/422/485 Schnittstellen.
Zwei IOLAN
Device Server wurden an jeder SIIM installiert, über
welche die Daten der seriellen Geräte über das Faser Optische
Kabel übertragen werden. Das VENUS Observatorium beinhaltet im
Moment 7 SIIMs – die Erweiterung des Projektes ist schon am laufen.
“Im
wesentlichen haben wir ein Unterwasser WAN kreiert, so dass Wissenschaftler
auf dem Meeresboden ihre Instrumente einsetzen und auf sie zugreifen
können,” erklärt Round. “Bisher mussten wir die
Instrumente an eine Batterie hängen, diese im Ozean versenken
und nach 2 Wochen bergen und die gesammelten Daten entnehmen. Es gab
keinen Weg, auf die Geräte in diesen 2 Wochen zuzugreifen.”
Round fügt hinzu, “mit den IOLANs an Bord,
haben wir Ethernet Konnektivität und Strom, sodass wir per remote
Zugriff die Geräte steuern und konfigurieren können – von
unserem Büro oder einem anderen Standort, per Web-Link und in
Echtzeit. Das bedeutet, dass wir die Instrumente für einen viel
längeren Zeitraum am Meeresboden lassen können. Der kleine
Formfaktor der IOLANs ist besonders nützlich, da die SIIMs sehr
klein sind”
“Nie zuvor hatten wir Echtzeit Interaktivität. “Wir
mussten mit älteren, archivierten Daten arbeiten. Unsere Wissenschaftler
sind nun inmitten des Geschehens. Wir lernen sehr viel von diesem Projekt – was
uns und andere in Zukunft enorm weiterbringt.”

|